Teltow
Das Teilarchiv umfasst 290 Fotografien, von denen hier nur eine Auswahl gezeigt werden kann. Auf Anfrage erstelle ich – soweit möglich – zu bestimmten Themen eine tiefere Auswahl
Archiv Teltow
Dokumentarfotograf und Fotografenmeister
Das entscheidende Ereignis in Teltow war die Schaffung eines Grenzübergangs zwischen Teltow und Westberlin. Da die Arbeiten dafür bereits am Samstag, 11. November, begannen, kann er wohl als die erste komplett neu errichtete (alte) Verbindung zwischen West- und Ostberlin und dem Umland bezeichnet werden.
Das gesamte Archiv umfasst 290 Fotografien, von denen hier 86 gezeigt werden.
Top 10
Vom Ende der Grenze
Videodokumente
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Anstehen am Polizeirevier für die Reiseerlaubnis nach Westberlin

Die Top 10 sind meine Auswahl von Aufnahmen bedeutender Momente und Ereignisse, die über die Bildgestaltung hinaus mit ihrem dokumentarischen Wert besonders eindrucksvoll von einer Zeit berichten, die heute schon weit in der Vergangenheit liegt. Die Fotografien sind im Bestand der folgenden Galerie.
Vom Ende der Grenze
Inklusive "Genehmigungsverfahren" war die Verbindung zweier sich im "Kalten Krieg" gegenüberstehenden Welten innerhalb von 96 Stunden fertiggestellt!

Die Situation in Teltow war insofern interessant, als bereits am 10. November, ein Freitag, in der Kreisverwaltung (Abteilung Straßenbau) beschlossen wurde, in Teltow-Seehof einen Grenzübergang zu errichten. Die beiden Straßen – in Teltow die Pfilipp-Müller-Allee und auf der Berliner Seite der Ostpreußendamm – sollen wieder miteinander verbunden werden. Die Bauarbeiten beginnen am nächsten Tag, dem 11. November gegen Mittag. Die Grenze zwischen Westberlin und Teltow wurde hier an dieser Stelle allerdings schon 1952 geschlossen, als Reaktion Westberlins auf die Entführung von Dr. Walter Linse, der für den "Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen" Menschenrechtsverletzungen durch die DDR dokumentiert.. Am Morgen des 8. Juli 1952 entführten durch die Staatssicherheit der DDR angeworbene Westberliner Kriminelle den Juristen, schießen ihn an und überqueren an dieser Stelle die Grenze nach Teltow. Am Ruhlsdorfer Platz wird der Entführte der Stasi und später dem sowjetischen KGB übergeben. Dort wird er im Dezember 1953 hingerichtet. Am 10. Juli kommt es zu einer Protestkundgebung am Schöneberger Rathaus, dem Amtssitz des Westberliner Oberbürgermeisters Ernst Reuter, an der mehr als 20.000 Menschen teilnehmen. Als Reaktion auf diesen Staatsterrorakt versperrt der Senat, bis auf wenige Ausnahmen, die Grenzübergänge nach Ostberlin und in das Umland für den Fahrzeugverkehr mit Barrieren.
Videodokumente
Die Begrüßungsreden der beiden Bürgermeister Manfred Graulich, Teltow und Klaus Dieter Friedrich, Berlin-Steglitz, zur Eröffnung des Grenzübergangs.

Teltow 14.11.1989, 8.00 Uhr am frühen Dienstagmorgen. Eröffnung des Grenzübergangs Teltow/Seehof-Berlin/Steglitz. Zwischen dem 11.11. und 14.11.1989 entsteht an dieser Stelle der erste neu geschaffene Grenzübergang, bei dem die bislang getrennten Straßen Ostpreußendamm und Philipp-Müller-Allee (ehemals und heute wieder Lichterfelder Allee) zusammengeführt werden. Die beiden Bürgermeister begegnen sich erstmals. Klaus-Dieter Friedrich, Stadtbezirksbürgereister von Berlin-Steglitz, begrüßt seinen Amtskollegen Manfred Graulich, Bürgermeister von Teltow, mit den Worten: "Diese Straße verbindet wieder." Anschließend beginnt ein spontanes Straßenfest auf beiden Seiten der frisch gezogenen Grenzlinie auf dem Asphalt, die dann stundenlang durch die feiernden Besucher ihre Bedeutung verliert.

