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WENDEZEIT 1989-90

Das Bildarchiv Wendezeit 1989/90 beinhaltet Fotografien, die zwischen Juli 1989 und August 1990 in Budapest, Berlin, Potsdam, Teltow und Kleinmachnow entstanden.

Ausgehend von der Aktion einer Gruppe Bürgerrechtler in Budapest, die mit der Umbenennung von Straßennamen ihren Protest gegen das bestehende politische System Ungarns ausdrückte und den Beisetzungsfeierlichkeiten für den bereits entmachteten Staatsführer Ungarn, János Kádár, führte mich meine Arbeit als Dokumentarfotograf wieder zurück in die DDR. Hier erlebte ich die Anfänge der Bürgerbewegung Neues Forum in Potsdam und Kleinmachnow mit Dr. Rudolf Tschäpe, dem heutigen Professor Reinhard Meinel, Detlef Kaminski, Annette und Stephan Flade und dem heutigen Landrat in Potsdam-Mittelmark Wolfgang Blasig in Kleinmachnow. 

 

Der Polizeieinsatz vom 7. Oktober 1989 in Potsdam vor dem Café Heider am Nauener Tor, die ersten großen Veranstaltungen der Gruppen Kontakte und Neues Forum in der Friedrichskirche am Weberplatz in Babelsberg. Die Kundgebung am 4. November 1989 auf dem Platz der Nationen, dem heutigen Luisenplatz, an der mehrere Tausend Menschen teilnahmen und der anschließende Demonstrationszug zur Heinrich-Rau-Allee (heute Am Kanal) waren meine eindrucksvollsten Ereignisse jener Tage. 

 

Das allergrößte Ereignis aber fand in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 statt. Die Mauer fiel. Die Grenze zu Westberlin wurde geöffnet. Erzwungen von friedlich demonstrierenden Menschen, die sich gegen Bevormundung und Eingrenzung zur Wehr setzten. Fotografien, aufgenommen an den Grenzübergängen Dreilinden, Friedrichstraße (Checkpoint Charly) ,Glienicker Brücke, Teltow-Seehof und Kleinmachnow-Düppel, in den Stunden und Tagen danach.

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